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Hans wuchs in Hamburg-Lurup auf und machte 1970 in der Handelsschule Anckelmannstraße seine Mittlere Reife. Nach Ausbildungen zum Dekorateur und Elektroinstallateur arbeitete er dann beim Studio Hamburg – einem Ableger des NDR – als Lichttechniker. In dieser Zeit kam er in ganz Deutschland herum, eine Quelle unerschöpflicher Anekdoten, mit denen er uns immer wieder erfreute.
Im Dezember 1980 wurde Hans dann als Schulhausmeister der Schule Fabriciusstraße sesshaft und übte diese Tätigkeit bis zu seiner Freistellung für den Personalrat im August 2000 aus.
Lange Zeit war Hans Mitglied in der ÖTV und Vertrauensmann. 1996, wie der Fachausschuss Schulhausmeister mit dem Modell „Undeloher Beschlüsse“, die Gewerkschaftsarbeit für die Schulhausmeister aktiviert hat, war Hans ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Bis Ende 2003 war Hans eine treibende Kraft, auch bei den vielen Verhandlungsterminen in der BBS. Als Personalrat und Sprecher für Wandsbek hat er vielen Kollegen in der Schulhausmeisterei mit „Rat und Tat“ geholfen.
Unvergessen ist sein unermüdlicher Einsatz im Personalrat. Er war häufig bis 19:00 Uhr zu erreichen. Hans war einer der Väter der „Undeloher Beschlüsse“ und machte für den Personalrat die Intranetseite sowie das Layout des PR-Infos.
Nicht so bekannt dürfte sein großes Hobby sein: Die Erforschung der Bundbarsche des Tanganjikasees in Ostafrika. Diesen zweitgrößten Süßwassersee der Welt (670 x 80 Km) hat Hans seit den achtziger Jahren mehrfach bereist und in Tauchgängen bis zu 45m Tiefe erkundet. Fachbücher und Videos wurden im Dähne-Verlag veröffentlicht und die Entdeckung neuer Arten fand auch unter Wissenschaftlern Anerkennung.
Im April 2003 kam dann der große Schock. Hans kippte vor einer Personalratssitzung um und wachte erst Stunden später im Krankenhaus wieder auf. Zunächst als gutartiger Gehirntumor diagnostiziert, wurde nach der Operation im Juli ein bösartiger Glioblastom festgestellt, der als unheilbar gilt.
Hans wäre nicht Hans, hätte er nicht mit aller Kraft gegen sein Schicksal angekämpft. Als ständiger Gast im Internet und Besucher von Tumorkongressen saugte er alle Informationen über seine Erkrankung auf, wie ein Schwamm. Dennoch konnte er die Entstehung eines Rezidivs im April 2004 nicht verhindern. Auch die Teilnahme an einer besonderen Versuchsreihe im Juni/Juli 2004 brachte keinen Erfolg. Seine letzten Tage verbrachte er schließlich im Mariana-Hospiz in Bardowick, wo er am 24.10.2004 von seinem Leiden erlöst wurde.
Wir werden Hans immer als Freund, Kollegen und Vorbild in unseren Herzen tragen.
Herbert Hirsch Klaus Lüpnitz Thomas Osse
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